[{"data":1,"prerenderedAt":184},["ShallowReactive",2],{"leistung-morbus-dupuytren":3},{"id":4,"title":5,"arzt":6,"blocks":7,"extension":169,"image":170,"intro":173,"meta":174,"seo":175,"slug":178,"stat":179,"stem":182,"__hash__":183},"leistungen\u002Fleistungen\u002Fmorbus-dupuytren.yml","Morbus Dupuytren","dr-heckel",[8,42,63,99,119,140,161],{"id":9,"heading":10,"items":11},"einordnung-krankheitsbild","Einordnung & Krankheitsbild",[12,18,23,31,37],{"question":13,"answer":14},"Was ist ein Morbus Dupuytren?",[15,16,17],"Dr. med. Heckel: Ein Morbus Dupuytren ist eine Bindegewebevermehrung in der Hand, die im Laufe der Zeit zu einem Streckdefizit führen kann.","Zu Anfang hat man geglaubt, es handele sich um eine aktive Beugekontraktur. Das ist nicht der Fall. Es ist eine Bindegewebevermehrung in der Hand, die die Streckung behindert.","Die Erkrankung kann so weit gehen, dass die Finger bis in die Hand hineingezogen werden und sich gar nicht mehr öffnen lassen. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig zu operieren.",{"question":19,"answer":20},"Wie stellen Sie fest, ob es sich wirklich um einen Morbus Dupuytren handelt?",[21,22],"Dr. med. Heckel: Die Feststellung erfolgt klinisch. Eine Geräteuntersuchung ist dafür nicht erforderlich.","Das klinische Erscheinungsbild, also das, was man beobachtet und tastet, ist so typisch, dass man es nicht verkennen kann. Einen Ultraschall oder andere apparative Untersuchungen brauchen wir dafür nicht.",{"question":24,"answer":25},"In welchem Alter tritt die Erkrankung auf, und was löst sie aus?",[26,27,28,29,30],"Dr. med. Heckel: Der Morbus Dupuytren tritt sehr unterschiedlich auf, etwa zwischen dem 20. und dem 70. Lebensjahr. Die Auslösefaktoren sind bis heute unbekannt.","Im Kindesalter kommt die Erkrankung nicht vor.","Bekannt ist lediglich, dass sie vererbt wird. Wenn Eltern und Großeltern betroffen waren, bekommt man sie in der Regel selbst.","Ob Rauchen, Alkohol oder Diabetes einen Einfluss haben, wurde untersucht.","Nach aktuellem Wissensstand ist dies nicht der Fall.",{"question":32,"answer":33},"Wie schnell schreitet die Erkrankung fort, und kann ich selbst etwas dagegen tun?",[34,35,36],"Dr. med. Heckel: Der Verlauf ist ganz unterschiedlich. Es gibt Schübe, und es gibt Phasen, in denen die Erkrankung stillsteht.","Dehnen hilft vorübergehend. Am schwierigsten ist es in der Nacht, da die Hand über Stunden gebeugt liegt. Wächst das Gewebe in dieser Zeit, bekommt man die Hand am Morgen nicht mehr auf. Deshalb ist immer wieder Aufdehnen angesagt.","Mit Orthesen und entsprechender Behandlung lässt sich dem Fortschreiten ebenfalls etwas entgegensetzen, allerdings nicht dauerhaft.",{"question":38,"answer":39},"Welche Finger und Gelenke sind betroffen, und gibt es die Erkrankung auch an den Füßen?",[40,41],"Dr. med. Heckel: Betroffen sein kann ein einzelner Finger, es können aber auch alle sein. An den Füßen gibt es ein entsprechendes Krankheitsbild, den Morbus Ledderhose.","In die Gelenke hinein wächst das Gewebe nicht, sondern nur außen herum. Betroffen sind die Stränge, die zu den Gelenken führen. Das führt dazu, dass die Gelenke in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind.",{"id":43,"heading":44,"items":45},"op-zeitpunkt","Der richtige Zeitpunkt für die Operation",[46,52,57],{"question":47,"answer":48},"Ab wann sollte operiert werden?",[49,50,51],"Dr. med. Heckel: Ab einem beginnenden Streckdefizit von etwa 30 Grad in einem der Langfingergelenke sollte operiert werden.","Rechtzeitig operieren heißt nicht, dass bereits die reine Bindegewebevermehrung ein Grund für einen Eingriff ist. Solange kein Streckdefizit und keine Funktionseinschränkung bestehen, wird beobachtet.","Wir unterscheiden vier Stadien. Ab Stadium 2, also ab Beginn der Bewegungseinschränkung oder des Streckdefizits, ist die Operationsindikation zu stellen.",{"question":53,"answer":54},"Warum wird nicht gleich beim ersten Anzeichen operiert?",[55,56],"Dr. med. Heckel: Weil man weiß, dass auch eine Operation ein Trigger sein kann, der das Gewebe wieder wachsen lässt.","Deshalb operieren wir nicht sofort beim Auftreten der Erkrankung. Auf der anderen Seite darf man nicht zu lange warten. Es geht darum, den richtigen Zeitpunkt zu finden.",{"question":58,"answer":59},"Was passiert, wenn zu lange gewartet wird?",[60,61,62],"Dr. med. Heckel: Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto unwahrscheinlicher wird die Wiederherstellung der Gesamtfunktion.","Ist das Stadium 4 erreicht und liegen die Finger praktisch in der Hand, ist eine Operation mit einer Wiederherstellung der Gesamtfunktion so gut wie ausgeschlossen.","Ich sage es Ihnen ganz offen: Wenn das Streckdefizit zu groß ist, ist der Fingerverlust immer ein einzukalkulierendes Risiko. Im Stadium 4, wenn der Finger an der Hohlhand klebt, ist auch beim Ersteingriff die Überlegung gerechtfertigt, ob der Finger amputiert wird. In den ersten Stadien ist das normalerweise nicht der Fall. Genau deshalb ist es so wichtig, nicht zu lange zu warten.",{"id":64,"heading":65,"items":66},"behandlungsverfahren-operation","Behandlungsverfahren & Operation",[67,73,80,86,93],{"question":68,"answer":69},"Gibt es Alternativen zur Operation?",[70,71,72],"Dr. med. Heckel: Versucht wurde vieles, von der Bestrahlung bis zu Medikamenten, die in die Hand gespritzt werden. Überzeugende Ergebnisse hat keines dieser Verfahren gebracht.","Auch die Nadelfasziotomie führen wir nicht durch. Ich halte sie nicht für zielführend, da dabei Gewebe in der Hand zurückbleibt.","Wir führen die operative Entfernung durch, also die Komplettentfernung des Dupuytren-Gewebes.",{"question":74,"answer":75},"Was genau wird bei der Operation entfernt?",[76,77,78,79],"Dr. med. Heckel: Entfernt wird ausschließlich das erkrankte Gewebe, dieses aber vollständig bis zum letzten Rest.","Gesundes Gewebe außen herum nehmen wir nicht vorsichtshalber mit. Beim Ersteingriff lässt sich das erkrankte Gewebe in der Regel gut vom übrigen Gewebe abtrennen. Rezidiveingriffe sind hier ein eigenes Thema.","Schwierig wird es dort, wo das Gewebe die Haut infiltriert. Dann gilt es, so viel zu entfernen, dass wirklich alles draußen ist, ohne die Haut so weit auszudünnen, dass sie Schaden nimmt.","Die vollständige Entfernung braucht eine gewisse Erfahrung. Nerven und Gefäße sind in diesem Gewebe regelrecht eingemauert und müssen teilweise mikrochirurgisch unter Mikroskopvergrößerung gelöst werden.",{"question":81,"answer":82},"Warum ist häufig eine Lappenplastik notwendig, und wie planen Sie die Schnittführung?",[83,84,85],"Dr. med. Heckel: Da sich die Haut verkürzt, sind in den meisten Fällen Lappenplastiken notwendig, um die Hand wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.","Wie wahrscheinlich eine Lappenplastik wird, hängt vom Stadium ab. Je weiter fortgeschritten das Stadium, desto eher ist sie erforderlich.","Einfach einen geraden Schnitt zu setzen und das Gewebe herauszuoperieren, funktioniert nicht. Der Eingriff erfordert eine entsprechende präoperative Planung und eine präoperative Anzeichnung der Schnittführung. Es gibt bestimmte Schnittmuster. Gerade Striche kommen auf gar keinen Fall infrage, sondern sogenannte Zickzack-Schnitte. Dazu gehört die vorausschauende Planung der Lappenplastiken, die von vornherein in die Schnittführung einbezogen werden.",{"question":87,"answer":88},"Was hat es mit der offenen Hohlhand „open palm“ auf sich?",[89,90,91,92],"Dr. med. Heckel: Bei diesem Vorgehen lassen wir die Wunde in der Hohlhand offen. Sie wächst dann innerhalb einiger Wochen von selbst zu.","Wir haben das schon einige Male angewendet, und es ist sehr effektiv. Alles, was in der Hohlhand liegt, wächst zu. Ich muss dort keine Haut verpflanzen, sondern kann abwarten und zuschauen, wie sich die Wunde verschließt. Das Erstaunliche daran ist, dass sie narbenfrei zuwächst.","Schmerzhaft ist das nicht, im Gegenteil. Notwendig sind ein täglicher Verbandwechsel und die Kontrolle, bis die Wunde geschlossen ist.","Das Vorgehen wird als Open Palm bezeichnet, also offene Hand, nach dem Schotten McCash. Von einer Technik kann man dabei eigentlich nicht sprechen. Wir lassen die Hohlhand offen und warten ab.",{"question":94,"answer":95},"Wie läuft die Behandlung bei Ihnen ab, und welche Betäubung kommt zum Einsatz?",[96,97,98],"Dr. med. Heckel: Auf die klinische Untersuchung folgt bei entsprechendem Befund die Operation und anschließend die Nachbehandlung mit engmaschigen Kontrollen.","Ausgedehnte Befunde operieren wir meistens in Vollnarkose. Bei geringeren Befunden reicht eine Betäubung des Arms aus.","Der Eingriff erfolgt ambulant, die Patienten dürfen nach Hause. In ganz schwierigen Fällen, etwa wenn Patienten von weiter weg kommen, ist auch eine Übernachtung möglich. Das ist allerdings die extreme Ausnahme.",{"id":100,"heading":101,"items":102},"risiken-komplikationen","Risiken & Komplikationen",[103,110,114],{"question":104,"answer":105},"Welche Risiken hat die Operation?",[106,107,108,109],"Dr. med. Heckel: Verletzungen von Nerven und Arterien sind das Häufigste, was passieren kann.","Ich sage es Ihnen ganz offen: Auch mir ist es schon passiert, dass ich einen Nerv durchtrennt habe, weil anatomisch nicht mehr differenzierbar war, wo das Gewebe aufhört und wo der Nerv verläuft. In einem solchen Fall wird der Nerv wieder genäht.","Bis sich ein genähter Nerv erholt, kann es bis zu zwei Jahre dauern. Es kann auch ein dauerhafter Schaden bleiben, sodass das Gefühl in diesem Bereich nicht zurückkehrt. Die Beweglichkeit wird dadurch nicht eingeschränkt.","Genau deshalb sind ein Mikroskop und die mikrochirurgische Technik Voraussetzung für diesen Eingriff. Beides steht nicht in jeder Praxis zur Verfügung, bei uns hingegen schon.",{"question":111,"answer":112},"Kommt es häufig zu Wundheilungsstörungen?",[113],"Dr. med. Heckel: Beim Morbus Dupuytren ist eine Wundheilungsstörung einzuplanen. Ich würde sie nicht als Komplikation bezeichnen, sondern als Verzögerung.",{"question":115,"answer":116},"Gibt es Ausgangsbefunde, die den Eingriff erschweren?",[117,118],"Dr. med. Heckel: Begleiterkrankungen, die das Allgemeinbefinden stören, sind keine förderlichen Faktoren, etwa Zucker oder Bluthochdruck.","Dazu zählen außerdem Systemerkrankungen, die in den Bindegewebsformenkreis gehören. Ein Diabetes löst den Morbus Dupuytren nicht aus, ist als Begleiterkrankung für den Eingriff aber nicht förderlich.",{"id":120,"heading":121,"items":122},"heilung-nachsorge","Heilung & Nachsorge",[123,128,135],{"question":124,"answer":125},"Wie stark sind die Schmerzen, und wie lange dauert die Heilung?",[126,127],"Dr. med. Heckel: Die Schmerzen sind gering und überschaubar. Die Heilungsdauer beträgt im besten Fall zwei bis drei, im schlimmsten Fall acht bis zehn Wochen.","Dazu gehört die begleitende Nachbehandlung mit Krankengymnastik, Ergotherapie und Lymphdrainagen. Diese Maßnahmen sind zwingend notwendig.",{"question":129,"answer":130},"Wie sieht die Nachsorge aus?",[131,132,133,134],"Dr. med. Heckel: Es erfolgen häufige Verbandwechsel und eine engmaschige Wundkontrolle. Die Fäden werden nach 14 Tagen gezogen.","Eine Schiene ist nicht erforderlich. Ganz wichtig ist dagegen, die Hand postoperativ zu bewegen und nicht ruhigzustellen.","Die engmaschige Wundkontrolle kann bei uns oder beim Hausarzt erfolgen. Wenn der Hausarzt nicht weiterweiß, darf er Sie gerne zu uns schicken, dann kümmern wir uns darum.","Sollten stärkere Schmerzen, Taubheitsgefühle, Schwellungen oder Probleme mit der Wunde auftreten, stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.",{"question":136,"answer":137},"Wann kann ich die Hand wieder benutzen, und wann kann ich wieder arbeiten?",[138,139],"Dr. med. Heckel: Im Alltag ist die Hand in der Regel nach zwei bis drei Wochen wieder einsetzbar. Für Büroarbeit rechne ich mit etwa drei Wochen Ausfallzeit, bei körperlicher Arbeit eher mit acht bis zehn Wochen.","Wann genau die Hand wieder belastbar ist, hängt vom Stadium und vom Heilungsverlauf ab.",{"id":141,"heading":142,"items":143},"ergebnis-dauerhaftigkeit","Ergebnis & Dauerhaftigkeit",[144,151,155],{"question":145,"answer":146},"Was ist realistisch erreichbar?",[147,148,149,150],"Dr. med. Heckel: In einem frühen Stadium bekomme ich das Ganze in der Regel wieder so hin, als wäre nichts gewesen. Im Stadium 4 geht es darum, die normale Greiffunktion wiederherzustellen.","Bei einem Stadium 2 mit geringem Streckdefizit ist in der Regel eine vollständige Wiederherstellung möglich, eine sogenannte Restitutio ad integrum.","Ist ein Stadium 4 erreicht und kleben die Finger an der Hohlhand, ist das erste Ziel, die Finger wieder so weit in die Funktion zu bekommen, dass normale Greiffunktionen möglich sind. Das bedeutet nicht, dass sich die Finger wieder komplett strecken lassen. Meistens bleibt ein Streckdefizit übrig, vor allem in den Mittelgelenken.","Wichtig ist, dass sich die Faust wieder öffnen und schließen lässt, sodass normale Greiffunktionen wie das Halten einer Tasse funktionieren. Zu erwarten, dass bei einem Stadium 4 alles wieder komplett hergestellt wird, ist unrealistisch.",{"question":152,"answer":153},"Woran erkennen Sie ein gutes Behandlungsergebnis?",[154],"Dr. med. Heckel: Für mich ist ein gutes Behandlungsergebnis dann erreicht, wenn die Funktionsfähigkeit der Hand erhalten ist.",{"question":156,"answer":157},"Wie dauerhaft ist das Ergebnis?",[158,159,160],"Dr. med. Heckel: In etwa 85 Prozent der Fälle wird einmal operiert, und danach ist es gut. Die anderen 15 Prozent bekommen ein oder mehrere Rezidive.","Es gibt Menschen, die wirklich ein Rezidiv nach dem anderen bekommen. Wenn nach der dritten Operation erneut ein Rezidiv auftritt, stößt der Eingriff an seine Grenzen.","Deshalb mein Rat: Erkennen Sie die Erkrankung rechtzeitig und kontrollieren Sie sich bei bekanntem Morbus Dupuytren selbst engmaschig. Das ist ganz einfach, Sie müssen nur schauen, ob sich Ihre Hand noch bewegen und öffnen lässt. Sobald Sie merken, dass die Hand nicht mehr richtig aufgeht, ist das der Zeitpunkt, sich vorzustellen. Das schauen wir uns dann in Ruhe gemeinsam an.",{"id":162,"heading":163,"items":164},"kosten-kostenuebernahme","Kosten & Kostenübernahme",[165],{"question":166,"answer":167},"Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?",[168],"Dr. med. Heckel: Ja. Die Kosten werden sowohl von der gesetzlichen als auch von der privaten Krankenkasse übernommen.","yml",{"src":171,"alt":172},"\u002Fimg\u002Fbehandlungen\u002Fmorbus-dupuytren-2000.webp","Behandlung des Morbus Dupuytren in der Praxisklinik Bayreuth","Dr. med. Heckel beantwortet 23 Fragen zum Morbus Dupuytren - von Krankheitsbild und richtigem OP-Zeitpunkt über Lappenplastik und Risiken bis zu Nachsorge und Kostenübernahme. Konkrete Antworten aus der Praxisklinik in Bayreuth.",{},{"title":176,"description":177},"Morbus Dupuytren in Bayreuth | Chirurgie & Aesthetic","Dr. med. Heckel beantwortet 23 Fragen zum Morbus Dupuytren - Krankheitsbild, OP-Zeitpunkt, Risiken, Nachsorge und Kostenübernahme. Praxisklinik in Bayreuth.","morbus-dupuytren",{"value":180,"label":181},"85 %","der Fälle brauchen nur\neinen Eingriff.","leistungen\u002Fmorbus-dupuytren","asjdiklRej11684JCHdvC7nE-XiYMxOM9FUoyOLwnvM",1785836385482]