Bruststraffung in der Praxisklinik Bayreuth

Bruststraffung

Dr. med. Hausding beantwortet 21 Fragen zur Bruststraffung - von Eignung und Schnitttechniken über Narben und Risiken bis zu Nachsorge und Kosten. Konkrete Antworten aus der Praxisklinik in Bayreuth.

  1. 1. Einordnung & Eignung
  2. 2. Voraussetzungen
  3. 3. Methoden, Planung & Narben
  4. 4. Risiken & Komplikationen
  5. 5. Ablauf, Nachsorge & Erreichbarkeit
  6. 6. Ergebnis, Schmerzen & Kosten
1,5 - 2,5

Stunden OP-Dauer in Vollnarkose.

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Einordnung & Eignung

Wann empfehlen Sie eine Bruststraffung - und wann raten Sie ab?

Dr. med. Hausding: Eine Bruststraffung empfehlen wir, wenn zu viel Gewebe vorhanden ist und die Brust hängt. Ziel ist es, die Brustwarze wieder anzuheben und die Brust in Form zu bringen.

Wir raten davon ab, wenn in nächster Zeit eine Schwangerschaft ansteht oder Kontraindikationen bestehen.

Was ist der Unterschied zur Brustverkleinerung?

Dr. med. Hausding: Bei der Bruststraffung entnehmen wir nur wenig Gewebe und straffen vor allem die Haut und das Brustgewebe - das Volumen bleibt weitgehend gleich. Bei der Brustverkleinerung wird zusätzlich gezielt Volumen entnommen.

Reicht eine reine Straffung - oder ist zusätzlich ein Volumenaufbau sinnvoll?

Dr. med. Hausding: Das hängt vom Wunsch der Patientin ab. Ist sie mit ihrem vorhandenen Volumen zufrieden und möchte die Brust nur wieder in Form bringen, genügt eine reine Straffung.

Wünscht die Patientin mehr Volumen, erreichen wir das entweder mit Eigenfett oder mit Brustimplantaten. Eigenfett ist allerdings nur begrenzt möglich: Es sind etwa 100 bis 200 Milliliter pro Seite machbar, und wie viel davon dauerhaft anwächst, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Sehr große Volumenwünsche - etwa 400 Milliliter pro Seite - sind mit Eigenfett nicht realisierbar. Voraussetzung ist außerdem, dass genügend Fett zur Entnahme vorhanden ist.

Alternativ lässt sich der Volumenaufbau mit Brustimplantaten mit der Straffung kombinieren.

Voraussetzungen

Welche Rolle spielen Schwangerschaft und Stillzeit?

Dr. med. Hausding: Während einer Schwangerschaft ist die Operation kontraindiziert. Nach der Stillzeit sollte mindestens ein Jahr gewartet werden.

Nach dem Stillen verändert sich die Brust noch. Da wir ein ideales und dauerhaftes Ergebnis anstreben, sollte die Brust vorher den Zustand erreicht haben, in dem sie dann auch bleibt.

Wie wichtig sind stabiles Gewicht und Hautqualität?

Dr. med. Hausding: Das Gewicht sollte stabil sein, da sich die Brust bei starken Gewichtsschwankungen mitverändert. Auch die Hautqualität spielt eine wichtige Rolle.

Gerade nach einer Schwangerschaft, wenn das Gewebe gedehnt war und sich nicht vollständig zurückgebildet hat, ist die Hautqualität eingeschränkt. Eine Operation ist auch dann möglich - man sollte jedoch realistische Erwartungen haben.

Warum ist Rauchen ein Risikofaktor?

Dr. med. Hausding: Rauchen ist ein genereller Risikofaktor für eine schlechte Wundheilung.

Das Nikotin verengt die Gefäße, dadurch ist die Durchblutung im Wundbereich schlechter - und die Wundheilung kann sich verschlechtern.

Methoden, Planung & Narben

Welche Schnitttechniken setzen Sie ein?

Dr. med. Hausding: Welche Technik zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem Ausgangsbefund und den Wünschen der Patientin. Grundsätzlich stehen die perimamilläre, die vertikale und die T-Straffung zur Verfügung.

Die perimamilläre Straffung erfolgt nur um die Brustwarze herum, mit einer Narbe am Rand des Warzenhofs. Sie eignet sich vor allem, um die Brustwarze etwas anzuheben, hat aber ihre Grenzen: Eine große Straffung ist damit nicht möglich. Bei einer kleinen Straffung ist sie eine schöne Methode - etwa auch, um nach dem Einsetzen von Implantaten den Sitz der Brustwarze zu korrigieren.

Bei der vertikalen Straffung (auch Lollipop-Straffung genannt) kommt ein senkrechter Schnitt von der Brustwarze nach unten hinzu - sinnvoll, wenn seitlich zu viel Gewebe vorhanden ist.

Beim T-Schnitt kommt zusätzlich ein Schnitt in der Unterbrustfalte hinzu. Er dient dazu, den sogenannten Steg - die Strecke zwischen Brustwarze und Unterbrustfalte - zu verkürzen, wenn dieser zu lang ist. Sind ohnehin Implantate geplant, ist die Unterbrustfalte bereits eröffnet und wird nur gering verlängert.

Wie planen Sie eine natürliche Brustwarzenposition?

Dr. med. Hausding: Vor der Operation zeichnen wir im Stehen oder Sitzen an und legen die neue Brustwarzenposition fest. So erreichen wir ein natürliches Ergebnis.

Zugleich kann sich die Patientin schon vor dem Eingriff vorstellen, wie das Ergebnis aussehen wird und wo die Brustwarze sitzen wird.

Wie sichtbar sind die Narben?

Dr. med. Hausding: Die Narbe um die Brustwarze verheilt in der Regel sehr schön, da sie genau im Übergang zwischen Warzenhof und normaler Haut liegt. Auch der senkrechte Schnitt und der Schnitt in der Unterbrustfalte sind meist kaum sichtbar.

Kommt es allerdings zu einem Wundinfekt, zu einer sehr großen Spannung oder reagiert die Patientin auf das Fadenmaterial, können die Narben breiter und sichtbarer werden.

Risiken & Komplikationen

Welche Komplikationen können auftreten?

Dr. med. Hausding: Komplikationen sehen wir zum Glück selten. Auftreten können eine Schwellung, eine Nachblutung oder ein kleiner Bluterguss im Gewebe, der sich meist von selbst zurückbildet.

Eine Wundheilungsstörung kann vorkommen, vor allem beim T-Schnitt, wo sich die senkrechte Narbe mit der Narbe in der Unterbrustfalte trifft und die Durchblutung dort schlechter ist. In der Regel heilt auch das ohne zusätzliche Narben ab.

Welche Ausgangsbefunde erhöhen das Risiko?

Dr. med. Hausding: Das Risiko für Wundheilungsstörungen erhöhen vor allem Rauchen, Adipositas und eine generell schlechtere Wundheilung, zu der manche Menschen neigen.

Wie oft sind Nachkorrekturen nötig - und wann ist eine Revision möglich?

Dr. med. Hausding: Nachkorrekturen sind selten nötig. Ist eine Revision erforderlich, führen wir sie frühestens nach sechs bis neun Monaten durch, besser nach einem Jahr - außer es liegt ein Notfall wie ein Infekt vor.

Der Grund ist, dass erst nach dieser Zeit das endgültige Ergebnis vorliegt.

Bleiben Sensibilität und Stillfähigkeit erhalten?

Dr. med. Hausding: Beides lässt sich nicht garantieren. Die Sensibilität der Brustwarze kann nach dem Eingriff zunehmen, abnehmen oder gleich bleiben; auch die Stillfähigkeit ist nicht garantiert.

Das gilt für die Straffung ebenso wie für eine Brustvergrößerung.

Ablauf, Nachsorge & Erreichbarkeit

Wie läuft die Behandlung bei Ihnen ab?

Dr. med. Hausding: Am Anfang steht das Beratungsgespräch, in dem wir auf die Wünsche der Patientin eingehen und Vorerkrankungen, Medikamente und Erwartungen abfragen. Anschließend wird ausgemessen, die OP-Technik festgelegt und ein OP-Termin vereinbart.

Vor dem Eingriff findet ein telefonisches Gespräch mit dem Narkosearzt oder der Narkoseärztin statt. Am OP-Tag klären wir offene Fragen, zeichnen an und erstellen eine Fotodokumentation. Danach folgt die Operation in Vollnarkose; sie dauert etwa anderthalb bis zweieinhalb Stunden. Meist werden Drainagen eingelegt, die am nächsten Tag gezogen werden.

Nach einer Übernachtung bei uns wird am nächsten Tag ein Sport-BH angelegt, der Verband gewechselt und über das weitere Vorgehen aufgeklärt. Nach zwei Wochen werden die Fadenknoten entfernt - meist handelt es sich um auflösbare Fäden. Nach sechs Wochen besteht die Freigabe zur Belastung.

Wann darf ich wieder duschen, Sport treiben und arbeiten?

Dr. med. Hausding: Duschen ist ab dem dritten Tag möglich, Spazierengehen bereits ab dem zweiten bis dritten Tag. Sport sollte für sechs Wochen pausiert werden.

Wann Sie wieder arbeitsfähig sind, hängt von Ihrer Tätigkeit ab - meist sind es wenige Tage nach der Operation. In der ersten Zeit sollten Sie auf dem Rücken schlafen und nicht auf dem Bauch; die Seitenlage ist möglich.

Wie pflege ich die Narben nach dem Eingriff?

Dr. med. Hausding: In den ersten zwei Wochen sollten die Wunden sauber gehalten werden. Nach dem Fadenzug empfehlen wir eine Narbenpflege.

Diese kann mit einem Narbengel, einem Narbenroller oder - bei ausgeprägter Narbenbildung - mit einer Lasertherapie erfolgen.

Wie erreiche ich Sie bei Problemen nach der Operation?

Dr. med. Hausding: Während unserer Sprechzeiten sind wir telefonisch erreichbar. Für dringende Fälle steht Ihnen zusätzlich eine Notfallnummer zur Verfügung.

Sie können uns außerdem per E-Mail oder WhatsApp erreichen.

Ergebnis, Schmerzen & Kosten

Was ist realistisch erreichbar - und was gilt bei sehr großen oder stark hängenden Brüsten?

Dr. med. Hausding: Das Ergebnis hängt stark vom Ausgangsbefund ab - vor allem davon, wie weit die Brustwarze nach unten hängt. Wir können nicht beliebig viel Gewebe entfernen, müssen aber eine sichere Durchblutung der Brustwarze gewährleisten.

Bei sehr großen oder stark hängenden Brüsten ist die Operation anspruchsvoller: Der Weg, den die Blutversorgung zur Brustwarze zurücklegt - der sogenannte Stiel -, wird dann länger. Ist der Stiel zu lang, wird die Brustwarze schlechter durchblutet. Auch solche Befunde lassen sich jedoch behandeln.

Woran erkennen Sie ein gutes Ergebnis?

Dr. med. Hausding: Für mich ist es dann ein gutes Ergebnis, wenn die Patientin zufrieden ist.

Darüber hinaus sollte die Brust symmetrisch sein, eine schöne Form haben und die Brustwarze richtig positioniert sein.

Wie schmerzhaft ist der Eingriff?

Dr. med. Hausding: In den ersten Tagen können typische Wundschmerzen auftreten. Es ist jedoch kein stark schmerzhafter Eingriff.

Was kostet eine Bruststraffung - und übernimmt die Krankenkasse etwas?

Dr. med. Hausding: Die Bruststraffung wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten liegen zwischen 5.000 und 9.000 Euro.

Selbst bei einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse könnten wir den Eingriff hier nicht abrechnen, da dies nur im Krankenhaus möglich wäre.

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